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1870

Edward Whitwell, Christian Lauener und Santo Siorpaes

HOHE GAISL

3.146 mt.

Normalweg (IV)

Der Berg:

Dieser mächtige Bergklotz ist wegen seiner Einsamkeit, Brüchigkeit und seinen Anforderungen an Orientierung und Erfahrung im alpinen Gelände wohl der anspruchsvollste aller großen Dreitausender der Dolomiten. Er beschenkt dafür seine Besteiger mit einem wohltuenden Feeling einen außergewöhnlichen Gipfel gemeistert zu haben und zu einem erlesenen Kreis jener wenigen zu gehören, die das Panorama des höchsten Punktes der Pragser Dolomiten mit eigenen Augen gesehen haben.

Die Tour:

Wir treffen uns auf dem Parkplatz Plätzwiese und spazieren zunächst gemütlich vorbei an der Almhütte Plätzwiese sowie dem Hotel Hohe Gaisl und folgen dem Weg Nr. 3 leicht absteigend in Richtung Stollalm. Diese lassen wir zunächst noch rechts liegen und verlassen den Weg bald darauf nach links. Ein Pfad führt uns durch Latschen hindurch in ein kleines Tal. Hier steigen wir höher und finden entlang des Weges jede Menge alte Kriegsrelikte. Bombensplitter und Munitionsreste zeugen von der traurigen Vergangenheit wo viele Soldaten an der Dolomitenfront im Laufe des ersten Weltkrieges ihr Leben lassen mussten. Zwischen zwei Felswänden hindurch gelangen wir über einen Blockgletscher, der unterhalb von Geröllmassen dahinschwitzt, bis unter die Ostwand der Hohen Gaisl. Hier beginnt unsere Kletterroute über 600 Meter Wandhöhe bis zum Gipfel. Eine kurze Stelle im IV. Grad stellt die Hauptschwierigkeit dar. Der Rest ist ein Dolomitenabenteuer der Extraklasse im Schwierigkeitsbereich II und III.

Mein Angebot:

Charakter der Tour

Alpine Klettertour in einem abgeschiedenen und wilden Ambiente

Schwierigster Dreitausender der Dolomiten

Kaum Wegspuren und Sicherungspunkte vorhanden

Viel loses Geröll und Steine

Ein exklusiver Gipfel

Fakten

Ort:

Pragser Dolomiten

Teilnehmer:

1 - 2 Personen

Preis:

1 Person: 420.- €

2 Personen: 300.- €

Einfach ganz unverbindlich eine Anfrage stellen

Anforderungen

Gesamtanforderungen:

Kondition:

Technik:

Dauer:

1 Tag

ca. 10 Stunden

Voraussetzungen

Sicherheitsrelevant:

Klettern im III. Grad

Trittsicherheit auch auf losem Geröll

Genussrelevant:

Schwindelfreiheit

sehr gute Kondition für einen langen Klettertag mit anstrengendem Zu- und Abstieg

1600 Höhenmeter

Leistungen

Diese Leistungen sind im Preis dabei:

- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer

- Kostenlose Leihausrüstung

- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht

- Alle Spesen für den Bergführer

Zusatzkosten für die Teilnehmer:

- Übernachtung auf der Hütte

- Transfers vom und zum Treffpunkt

Treffpunkt

Parkplatz Plätzwiese in Prags

Das Programm:

Treffpunkt zu einem ausgemachten Zeitpunkt am Parkplatz der Plätzwiese in Prags.

Kurzer Ausrüstungscheck und dann starten wir zu Fuß zum Einstieg.

Der Zustieg dauert ca. 2 Stunden.

Am Wandfuß seilen wir uns an und beginnen den Aufstieg über die Innerkoflerroute bis zum Gipfel. Dafür werden wir ca. 4 Stunden brauchen.

Nach einer Gipfelrast auf dem schönen und überraschend großen Gipfelplateau beginnen wir mit dem Abstieg. Es sind einige Abseilstellen und viel Gelände am kurzen Seil absteigend zu meistern. Ca. 3 Stunden.

Zurück auf dem Blockgletscher kehren wir zurück zur Plätzwiese wo wir dann auf einen gelungenen und abenteuerlichen Tag zurückblicken können.

Gesamte Dauer der Tour ca. 10 Stunden.

Die Geschichte der Erstbesteigung:

Bereits 1865 hat Paul Grohmann zusammen mit Angelo Pizzo und Fulgentio Dimai den Gipfel über die Nordwestroute nur knapp verfehlt. Die aus technischer Sicht zwar einfachste Linie verläuft jedoch über ein steiles und brüchigres Becken aus Tongesteinen und rötlichem Fels und wird heute nicht mehr begangen. Am 20. Juni 1870 gelang es Whitewell mit den Bergführern Siorpaes und Laneuer den Hauptgipfel zu erreichen. Heute gilt die Route von Michl Innerkofler, die er 1882 zusammen mit J. von Schlögel Ehrenkreuz durch die Ostwand eröffnet hat als Normalweg.

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