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1804

Josef Pichler, Johann Leitner, Johann Klausner

ORTLER

3.905 mt.

Normalweg / Hintergrat / Meranerweg

Der Berg:

Südtirols höchster Berg bietet gleich mehrere schöne und empfehlenswerte Routen, um auf den 3.905 Meter hohen Gipfel zu steigen und zu einer unvergesslichen Überschreitung zu kombinieren. Egal ob von Trafoi oder von Sulden aus, er ist eine imposante Felsgestalt und bildet mit seinen Nachbarn Zebru und Königsspitze eine der beeindruckendsten Bergkulissen der Alpen. Der Ortler hatte bereits früh einen besonderen Stellenwert, war es nicht nur der höchste Berg Tirols, sondern damals der gesamten Österreich-Ungarischen Monarchie. Dementsprechend wichtig war es den Monarchen aus dem frühen 19 Jahrhundert, diesen besonderen Gipfel zu "erobern".

Die Tour:

Normalweg:

Treffpunkt ist in Sulden bei der Talstation des Sessellifts Langenstein in Sulden. Wir steigen auf zur Payerhütte wo wir übernachten werden. (ca. 3 Stunden Aufstieg - 1.300 HM) - es gibt auch die Möglichkeit den Hüttenzustieg mit dem Sessellift zu verkürzen (ca. 2 Stunden - 700 HM). Am nächsten Tag steigen wir über den einfachsten Weg auf den Gipfel, den wir nach ca. 4 Stunden erreichen. Der Abstieg erfolgt über dieselbe Route wie der Aufstieg. (Abstieg insgesamt 2.000 HM)

Hintergrat:

Treffpunkt ist in Sulden bei der Talstation des Sessellifts Langenstein in Sulden. Wir fahren mit dem Sessellift bis auf 2.330 Meter und steigen gemütlich auf zur Hintergrathütte wo wir übernachten werden. (ca. 1.5 Stunden - 350 HM) - oder zu Fuß in ca. 2.5 Stunden 700 HM. Am nächsten Tag steigen wir über den Hintergrat (Stellen IV) in kurzweiliger und schöner Gratkletterei auf den Gipfel (ca. 4-5 Stunden). Der Abstieg erfolgt über den Normalweg und macht die Tour zu einer unvergesslichen Überschreitung (Abstieg 2.000 HM)

Meranerweg:

Treffpunkt ist in Trafoi, kurz nach der Ortschaft in Richtung Stilfserjoch zweigt links die Straße zu den Heiligen Drei Brunnen ab. Von hier steigen wir in ca 1.5 Stunden auf zur Berglhütte wo wir übernachten werden. Am nächsten Tag steigen wir über den Pleisshorngrat auf den Gipfel (ca. 5 Stunden). Auf dem Grat ist viel weniger Los als auf den weitaus beliebteren Routen über den Hintergrat und den Normalweg. Bietet somit ein abentuerlicheres und intensiveres Bergerlebnis. Schwierigkeit bis II, durch die wenigen Begehungen noch etwas loses Geröll. Den Abstieg werden wir über den Normalweg zu einer tollen Überschreitung kombinieren.

Mein Angebot:

Charakter der Tour

Hochtour in kombiniertem Gelände

Einfache Gratkletterei mit kurzen knackigen Stellen (IV - am Hintergrat)

Phänomenale Tiefblicke und tolle Kletterei

Schöner und wilder Gletscher

Höchste Gipfel Südtirols

Eingebettet in eines der schönsten Dreigestirne der Alpen

Fakten

Ort:

Ortlergebirge - Sulden

Teilnehmer:

1 - 2 Personen

Preis:

1 Person: ab 450.- €

2 Personen: ab 260.- €

Einfach ganz unverbindlich eine Anfrage stellen

Anforderungen

Gesamtanforderungen:

Kondition:

Technik:

Dauer:

1 Tag ab Hütte

ca. 7 Stunden

Voraussetzungen

Sicherheitsrelevant:

- Sicheres gehen mit Steigeisen

- Trittsicherheit auf dem Felsgrat

Genussrelevant:

- Schwindelfreiheit

- sehr gute Kondition für einen Tag mit anstrengendem Auf- und langem Abstieg

- 1600 Höhenmeter

Leistungen

Diese Leistungen sind im Preis dabei:

- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer

- Kostenlose Leihausrüstung

- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht

- Alle Spesen für den Bergführer

Zusatzkosten für die Teilnehmer:

- Übernachtung auf der Hütte

- Transfers vom und zum Treffpunkt

Treffpunkt

Normalweg und Hintergrat:

Talstation Sessellift Lengstein - Sulden

Meranerweg:

Drei Brunnen in Trafoi

Das Programm:

Treffpunkt entweder am Parkplatz für die jeweilige Tour. 

Kurzer Ausrüstungscheck und dann Aufstieg zur Hütte. Der Treffpunkt kann auch auf der Hütte ausgemacht werden. Die Zustiege sind zu allen 3 Hütten nicht schwierig. Am Abend werden wir die Tour kurz besprechen und dann gemütlich das Abendessen genießen.

Am nächsten Morgen gibt es zeitig das Frühstück auf der Hütte und dann kann es auch schon los gehen mit dem Aufstieg. Über schöne Kletterstellen und eindrücklichen Passagen gelangen wir unserem Ziel immer näher. Ständig am Seil gesichert kannst du die Tour in vollen Zügen genießen.

Bei hoffentlich schönem Wetter erreichen wir im Laufe des Vormittags den Gipfel und höchsten Punkt Südtirols. Dementsprechend atemberaubend ist die Aussicht und das Panorama auf die Umliegende Bergwelt.

Nach einer ausgiebigen Rast und vielen Fotos beginnen wir mit dem Abstieg, meist über den Normalweg bis zur Payerhütte und von dort je nach Ausgangspunkt entweder zurück nach Sukden oder Trafoi.

Die Geschichte der Erstbesteigung:

1804 reiste Erzherzog Johann von Österreich durch Tirol. Als er den Ortler vom Reschenpass aus erblickte beauftragte er den Beamten Johannes Gebhard die Erstbesteigung des Ortler zu organisieren. Dieser reiste nach Sulden und versprach den Bauern Geld für das finden eines Weges zum Gipfel. Mehrere Männer versuchten ihr Glück, insgesamt 6 Versuche im Bereich des heutigen Normalweges scheiterten. Am 26. September stellte sich Josef Pichler vor. Ein Gamsjäger aus Schluderns. Von Trafoi aus führte er die beiden Bergsteiger Klausner und Leitner über die "Hinteren Wandlen" auf den Gipfel. Ihre Route gilt heute als relativ schwierig (III / 50°) zudem recht brüchig und wird heute nicht mehr geklettert.

1805 beauftragte der Erzherzog Johann seinen Beamten Gebhard eine neue Besteigung zu organisieren und einen Weg auch von Sulden aus zu finden. Erneut unter der Leitung Josef Pichlers wurde im Bereich der Hintergrathütte ein Unterschlupf errichtet. Von diesem Stützpunkt aus stiegen sie über den "Hinteren Grad", heute allgemein als Hintergrat bezeichnet, auf den Gipfel. Diese Besteigungen gelten heute als herausragende alpinistische Leistungen für die damalige Zeit.

Noch einige Besteigungen, zuletzt mit Peter Karl Thurwieser 1834, wurden unter der Leitung des inzwischen 70 Jahre alten Josef Pichler unternommen. Unter anderem wurde ein Transport von Holz auf den Gipfel organisiert, da es Zweifel an der Besteigung gab. Das daraufhin entzündete Feuer konnte bis nach Mals gesehen werden und war mit freiem Auge sichtbar.

Daraufhin kehrte Ruhe ein am Ortler und er wurde 30 Jahre lang nicht mehr bestiegen. Zwei Versuche über den Pleißhorngrat den Gipfel zu erreichen scheiterten. Erst 1864 erreichte der englische Bergsteiger Francis Fox Tuckett mit einigen Gefährten den Gipfel erneut. Diesmal von Trafoi aus über die Hohe Eisrinne. Im September des gleichen Jahres fand der Engländer Headlam den Weg von Trafoi aus über den heutigen Standort der Payerhütte. Ein Jahr später (1865) wurde der Anstieg erstmals auch von Sulden aus über diese Route gefunden. Johann Pinggera war damals der zuständige Bergführer. Er ging eine Variante dieses Weges im September des gleichen Jahres erneut zusammen mit Julius von Payer und fanden dabei den insgesamten einfachsten Anstieg, der heute auch als Normalweg gemacht wird. Payer fertigte in der Folge genaue Karten des Ortlergebirges an und führte umfangreiche Vermessungen durch. Die erste Schutzhütte (die Payerhütte) wurde 1875 erbaut und nach seinem Namen getauft.

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Andreas Brunner Georg Plattner Str. 12  39040 Feldthurns

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