Alpeiner Scharte - Skitour



Diese Skitour führt zwar nicht auf einen Gipfel, bietet jedoch schönste Abfahrtshänge und eine beeindruckende Kulisse unterhalb der Nordwand des Schrammacher, der Sagwand und der Hohen Warte. Zunächst verläuft die Tour ein ganzes Stück nur flach dahin, sobald man jedoch die Gletschermoränen von den Überresten des Alpeiner Gletschers erreicht, wird das Gelände ideal für Skitouren. In den Mulden und Rinnen sammelt sich bereits relativ früh in der Saison genügend Schnee um ohne nennenswerte Steinkontakte diese Skitour zu genießen, wo anderswo noch nicht daran zu denken ist. Die nahe Lage zum Alpenhauptkamm sorgt dafür, dass das Gebiet sowohl bei Südstaulagen als auch bei Nordstaulagen mit Schnee versorgt wird. Bis unterhalb der Scharte ist das Gelände auch für weniger Geübte ideal. Hoch zur Scharte wird’s nochmal ordentlich steil (40°).



Ausgangspunkt für diese Skitour ist das Ende der Straße, die von St. Jodok nach Vals und weiter nach Innervals führt. Das Auto wird am Gasthof Touristenrast geparkt (1.350 Meter). Zunächst geht es ein Stück flach entlang des Alpeiner Baches dahin, immer dem Sommerweg Nr. 2 folgend. Kurz nach der Materialseilbahn, die zur Geraer Hütte führt, hält man sich leicht rechts in den nun langsam aufsteigenden Hang (1.640 Meter). Hier sind noch einige Sträucher, durch die man hindurch muss. Vor einem steilt nun ein breiter Hang auf, der von zahlrechen Rinnen durchzogen ist.



Über eine dieser Rinnen (Achtung, da direkt in den Rinnen oft unterhalb der Schneedecke Eis lauert) beziehungsweise an den Kuppen links und rechts davon steigt man in etwa 35° steilem Gelände bis auf eine Höhe von 2.200 Meter auf. Dort wird das Gelände wieder etwas flacher. Direkt vor einem liegt der 3.410 Meter hohe Schrammacher mit der bekannten Diagonale, welche durch seine Nordwand verläuft. Die Alpeiner Scharte befindet sich in Aufstiegsrichtung links davon zwischen Schrammacher und Fußstein. Das Gelände geht nun sanft ansteigend in einem linksbogen bis unterhalb der Scharte (2.750 Meter). Hier wird’s dann nochmal steil. Vorbei an den Überresten eines alten Bergwerkes, steigt man zunächst noch mit Spitzkehren höher. Im oberen Teil wird der Hang nochmal steiler und erreicht in etwa 40°. Rund 50 Meter unterhalb der Scharte, die häufig vom Wind ausgeblasen ist, kommen die Steine zum Vorschein und es ist meistens besser die Ski zurückzulassen um die letzten Meter zu Fuß aufzusteigen. In der Scharte angekommen (2.959 Meter) eröffnet sich der Blick hinunter in das Zillertal und die dazugehörende Bergwelt.



Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsspur. Wobei man sowohl im oberen Teil als auch im Mittelteil die Wahl zwischen jeder Menge breiter Rinnen hat. Auch der unterste flache Teil lässt sich dank der Aufstiegspur ohne lange anschieben zu müssen problemlos hinausfahren. Die geschützte Lage sowie die Ausrichtung der Hänge sorgt dafür, dass hier relativ häufig Pulverschnee anzutreffen ist.



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Alpeiner Scharte
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Tags: Skitour, Österreich, Nordtirol, Zillertaler Alpen, Alpeiner Scharte

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