• andreas0102

Dom - Skitour



Der Dom ist der höchste Punkt der Mischabelkette und gleichzeitig der höchste Gipfel, der komplett auf Schweizer Boden steht. Diesen Gipfel mit Ski zu besteigen ist ein außergewöhnliches Unterfangen. Zum einen gibt es auf dem gesamten Berg keine Aufstiegsanlagen. Hier gilt das Motto: „By Fair Means“. Zum anderen benötigt es beste Verhältnisse und Erfahrung im hochalpinen und vergletschertem Gelände. Ein kleines Manko ist die Tatsache, dass man bis zur Domhütte die Skier in der Regel auf dem Rucksack hat. Das sind immerhin bereits 1.500 Höhenmeter. Für die Abfahrt schaut es dank Dorfbächji besser aus mit der Schneelage. Insgesamt eine lange, anspruchsvolle Skitour auf einen genialen Gipfel, der den kompletten Skihochtourengeher fordert, der auch bereit ist sich auf einige Strapazen einzulassen.



Man parkt das Auto am besten in Randa im Parkhaus neben dem Bahnhof (1.410 Meter). Durch das Dorf in nordöstlicher Richtung folgt man den Wegweisern zur Dom- und Kinihütte. Durch lichten Lärchenwald und Geröllhalden steigt man meist mit den Skiern auf dem Rucksack durch einen steilen Wald Pfad. Nach etwa zwei Stunden trifft man auf den Europaweg Grächen – Zermatt (2.180 Meter). Diesen etwas südlich der Europahütte überqueren und weiter bis zu einem sichtbaren Felsriegel gehen, den Festiflüh (2.400 Meter). Bei einem Hinweisschild geht es über Schrofen Gelände und zum Teil mit Seilversicherungen über den Felsriegel hinauf. Oberhalb der Festiflüh erreicht man in Kürze die Domhütte (2.937 Meter). Bis hierher müssen die Skier meistens getragen werden.



Die Domhütte verfügt über einen angenehmen Winterraum. Ab der Hütte geht es über die steile Moräne hinauf bis zum Beginn des Festigletschers (3.200 Meter). Gleich zu Beginn gilt es einen großen Gletscherbruch zu überwinden. Ganz am linken (nördlichen) Rand des Gletschers steigt man unterhalb der Hohgwächte höher. Nach dem ersten Gletscherbruch mit teils großen Spaltenschründen wird das Gelände ab 3.400 Metern wieder einfacher und bei einer Höhe von 3.650 Meern gilt es den Felsriegel, der vom Festijoch herunterzieht zu überwinden. Die Kletterei bewegt sich je nach Schneelage entweder in einer steilen Firnflanke oder in Felskletterei bis zum II. Schwierigkeitsgrad. Hier befinden sich normalerweise Fixseile, die jedoch unter der Schneedecke sein können. Alternativ sind auch einige Bohrhaken vorhanden.



Hinter dem Festijoch (2.723 Meter) steigt man steil etwa 100 Meter hinunter auf den Hobärggletscher. Ab hier hat man die größten Schwierigkeiten zwar gemeistert, die Tour zieht sich aber noch bis zum Gipfel. Auf dem Hobärggletscher setzt man den Aufstieg in respektvollem Abstand zu den großen Gletscherbrüchen in Nordöstliche Richtung fort. Unterhalb vom Stecknadelhorn, Nadelhorn und der Lenzspitze erreicht man bald den Gipfelhang unterhalb des Lenzjoches (4.100 Meter). Über den Gipfelhang, wo nach wie vor 400 Höhenmeter (30° - 35° steil) zu überwinden sind, geht es in südliche Richtung bis auf den Vorgipfel. Von diesem fehlen dann nur mehr knapp 70 Meter bis zum Gipfel des höchsten Schweizer Berges (4.545 Meter).



Die Abfahrt folgt im oberen Teil der Aufstiegsspur. Nach dem gegenanstieg zurück auf das Festijoch wird über den Felsriegel abgeseilt. Weiter über den Festigletscher entlang der Aufstiegsspur bis auf eine Höhe von 3.200 Metern. Bei ausreichender Schneelage hier den Gletscher in Richtung Südwesten queren und hinter dem Felskopf des Chli Haupt in den Graben gelangen. Weiter über die Grabengufer und den Dorfbächji bis zur Brücke nördlich von Randa (1.536 Meter). Hier hält sich der Schnee am längsten und man hat die besten Karten nicht das gesamte Stück ab der Domhütte seine Skier wieder hinunter tragen zu müssen.



GPX Daten:

Dom
.gpx
GPX • 209KB


Panorama vom Gipfel des Dom:




Tags: Skitour, Schweiz, Wallis, Dom

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