Heiligkreuzkofel - Große Mauer (VII-)



Die Westwand des Heiligkreuzkofel hoch über dem Gadertal bietet viele tolle Klassiker der Dolomiten. Darunter auch ein Meilenstein in der Alpinklettergeschichte, mit dem Reinhold Messner beweisen konnte, dass es mehr als den VI. Grad geben muss. Seine Route „Mittelpfeiler“, die er bereits 1968 erstbegangen hat, ist eine der berühmtesten Routen überhaupt. Eigentlich sind es 4 Meter über die sich alle wundern, wie er damals die heute unter dem Namen „Messnerplatte“ bekannte Stelle klettern konnte. Heute sind diese 4 Meter mit VIII bewertet.



Eine weitere Route Messners ist die "Große Mauer", auch sie hat entlang einer sehr fotogenen und beeindruckenden Schuppe eine der berühmtesten Kletterpassagen in den Dolomiten zu bieten.


Bevor man jedoch Hand an diese einzigartige Kletterpassage legen darf gilt es zunächst einen längeren Zustieg zur Wand in Kauf zu nehmen: Wir parkten oberhalb von Stern und Badia beim Weiler Castalta und haben uns entlang des Kreuzweges Nr. 13 bis zur Heiligkreuzkirche "La Crusc" noch einen göttlichen Beistand abgeholt. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit mit dem Sessellift direkt von Badia hochzufahren.





Danach folgt man kurz dem Weg Nummer 7 durch einige Latschen und kehren in Richtung Kreuzkofelscharte. Sobald man die Latschen verlässt und eine Markierung auf einem Holzpflock gemalt ist wird der Weg verlassen und es geht gerade hinauf über den Vorbau bis zum Wandfuß (Steinmännchen).





Dann beginnt endlich die eigentliche Kletterei. Die ersten Längen sind noch etwas brüchig, der Fels wird nach oben hin jedoch immer besser. Nach 4 Seillängen vorwiegend in Verschneidungen, Rissen und Kaminen kommt man auf einen Vorbau. Jetzt wird die Route erst so richtig schön und diese Längen sind der Grund warum sie eine der Klassiker in den Dolomiten ist.



Steil, über gelben Fels, der brüchiger und ungemütlicher aussieht als er ist geht es an guten Griffen, die dennoch ordentlich angezogen werden müssen, hinauf zu einer Verscheidung. Es folgt eine der einprägsamsten und schönsten Seillängen der Dolomiten entlang der Riesenschuppe. Am Ende der Schuppe gilt es eine glatte Wandstelle entlang von 2 Untergriffen mit einem breiten Schritt zu überwinden, dann erst erreicht man den Standplatz.



Es folgen nochmal 2 Seillängen, wobei die letzte nochmal anhaltend und fordernd aber sehr schön zu klettern ist. Dann ist man auch schon am Ausstieg dieser eleganten und lohnenswerten Route angelangt. Der Abstieg erfolgt dann über die Kreuzkofelscharte zurück zum Hospiz (Teilweise mit Drahtseilen versichert).




Topo: Heiligkreuzkofel - Große Mauer (VII-)

Quelle: Die besten Klettereien in den Dolomiten (Ivo Rabanser)


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Tags: Alpinklettern, Südtirol, Dolomiten, Gadertal, Heiligkreuzkofel, Westwand, Große Mauer, Topo

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