Monte Disgrazia - Nordwand (60°/III)



Eine abgelegene und nicht häufig begangene Nordwand ist jene des Monte Disgrazia. Kaum an einem Tag zu schaffen erfordert dieser Gipfel einen fitten und motivierten Bergsteiger der bereit ist einige Mühen auf sich zu nehmen. Dafür aber mit einem atemberaubenden Gipfel und einer tollen Nordwand belohnt wird.



Wir parken unser Auto in Chiareggio südwestlich des Berninamassivs. Unser Plan ist es nach dem Monte Disgrazia noch die Nordwand der Cima di Rosso dazuzuhängen und irgendwo wieder zurück nach Chiareggio zu gelangen. Ob und wie uns das gelungen ist kannst du hier nachlesen.



Der Aufstieg führt uns entlang des Hüttenzustiegs der Rifugi Gerli Porro sowie Ventina und vorbei an diesen hinein in Richtung Gletscherzunge des Vedretta della Ventina. Wir folgen dem Tal bis auf knapp 2800 Meter, jetzt ziehen wir nach rechts in die Richtung wo wir das Bivacco Taveggia auf einem Felssporn vermuten. Sehen können wir das Biwak jedoch nicht.



Entlang des Felssporns steigen wir nach der kurzen Querung wieder höher und erreichen eine Scharte am Ende des Felsgrates. Es ist für uns der Übergang um auf der anderen Seite nach einer kurzen Abfahrt das Bivacco Oggioni zu erreichen. Hier schlagen wir unser Lager für eine Nacht auf. Der Blick in die Nordwand ist perfekt und wir können die Linie für den nächsten Tag ideal einsehen.



Am nächsten Morgen folgt gleich eine steile Abfahrt hinter dem Biwak hinunter auf den Gletscher „Vedretta del Disgrazia“. Wir Fellen auf und steigen hoch zum Einstieg der Nordwand. Nachdem wir die Ski mit den Steigeisen und die Skistöcke mit den Eisgeräten getauscht haben geht’s los in die Wand. Nach einigen Höhenmetern Schneestapferei folgt ein Felsriegel den wir ca. im III. Grad kurz und knackig überwinden. Nun wird es kurz blank und es wechseln sich Schneestapferei und kurze Eisaufschwünge bis wir wieder in einfacheres Schneestapfgelände kommen, über welches wir bald auf den Grat gelangen.



Nun gibt es erstmal Kaffee und eine Rast in der wärmenden Sonne. Am Grat lassen wir unsere Rucksäcke zurück und erreichen den Gipfel des Monte Disgrazia leicht und schnell. Unser Abenteuer ist hier jedoch noch nicht zu Ende, die ganze Geschichte findest du mit einem kurzen Klick auf diesem Link… ;)



Topo: Monte Disgrazia - Nordwand (60°/III)


GPX Daten:

Monte Disgrazia
.gpx
Download GPX • 103KB



Tags: Skitour, Nordwand, Skidurchquerung, Monte Disgrazia, Topo

24 Ansichten