Schneelahnspitze - Skitour



Bei dieser Rinne mit dem einprägsamen Namen Schneelahngrobm, handelt es sich um eine der markantesten Rinnen in den Sarntaler Alpen. Wer etwas Acht gibt, kann diesen Schneelahngraben direkt von der Autobahn A22 bei Mittewald im Eisacktal aus sehen. Vom 2.539 Meter hohen Gipfel führt ein schnurgerader weißer Streifen über 800 Höhenmeter die gesamte Nordflanke der Schneelahnspitze herunter. Trotz der Tatsache, dass es sich keineswegs um einen versteckten Geheimtipp handelt und quasi jeder der einmal durch Südtirol gefahren ist die Rinne sehen kann, wird sie nur höchst selten gemacht. Das liegt vor allem daran, dass sie nur umständlich zu erreichen und zudem noch selten in den richtigen Konditionen ist. Dafür gibt es gleich mehrere Vorschläge, sie als lohnende Runde einmal zu machen.




Die erste Option ist jene von Schalders aus. Es ist sicherlich die Variante, die am häufigsten möglich ist, dafür aber auch die höchste Anforderung an die Kondition stellt. Geparkt wird auf 1.540 Meter oberhalb des Wieserhofes in Schalders. Zunächst verläuft der Aufstieg entlang eines Forstweges gemütlich und recht flach dahin. Alle Abzweigungen rechts werden einfach ignoriert, bis die Forststrasse auf 1.897 Metern beim Kaserbach endet. Hier geht es entlang des Baches und einiger Almwiesen in nördliche Richtung bis zum Kaserhüttl auf 2.068 Metern. Durch ein sanftes Tal geht man immer in dieselbe Richtung weiter bis zur Baumgrenze und hält sich dann auf einer Höhe von 2.200 Metern kurz nach Westen, um zum breiten Gipfelhang der Schneelahnspitze zu gelangen. In gleichmäßiger Steigung erreicht man den 2.539 Meter hohen Gipfel.




Eine Einfahrtsvariante, um über einen Seitenarm in den eigentlichen Schneelahngraben zu gelangen startet direkt am höchsten Punkt und ist etwas steiler als die klassische Einfahrt. Diese befindet sich hinter dem westlichen Vorgipfel in einer Einschartung knapp 50 Meter unterhalb des Gipfels. Direkt von der Einfahrt hat man die gesamte Rinne, die 800 Höhenmeter tiefer in einem Bachbett endet, im Blick. Immer gleichmäßig in etwa 40° steil und recht breit präsentiert sich der Schneelahngraben bei den richtigen Bedingungen als wahrer Leckerbissen für alle das steile Skifahren lieben. Am Ende der Rinne liegt so gut wie immer ein großer Lawinenkegel, der maßgeblich am Namen des Berges beigetragen haben wird. Am besten folgt man diesem Kegel bis auf eine Höhe von 1.500 Metern, hier kommt ein Forstweg über den Bach ganz nahe an den Lawinenkegel heran.



Über diesen Forstweg beginnt der Gegenanstieg. Vorbei an der Unteren Flaggeralm (1.605 Meter) bis zum Ende der Forststrasse, wo eine weiter Almhütte steht (1.725 Meter). Hier scheint ein markanter Talriegel den weiterweg zu versperren. Etwas rechts der Forststrasse befindet sich ein Weg, der geschickt über dieses Hindernis und an einem Wasserfall vorbeiführt. Danach wird das Gelände wieder etwas flacher und wunderbar urig. An einer größeren Lichtung (1.893 Meter) überquert man den Bach an einer geeigneten Stelle und peilt den großen Talkessel in südwestlicher Richtung an, der über weitere 550 Höhenmeter sanft ansteigend zurück auf einen ganz zum Schluss kurz steilen Übergang, 350 Meter westlich des Gipfels der Schneelahnspitze, zurück nach Schalders führt (2.465 Meter).



Von der Scharte fährt man hinunter in das Tal zwischen Käsebacher Hörndl und Schneelahnspitze und quert dann so bald wie möglich immer in östliche Richtung, später durch den Wald einfach immer die Richtung beibehaltend bis man wieder auf die Aufstiegsspur gelangt. Über diese und den Forstweg gelangt man in kürze zurück zum Ausgangspunkt beim Wieserhof.



Varianten:

Eine zweite Möglichkeit startet am selben Ausgangspunkt, vorher wird jedoch am Ausgang des Flaggertales bei Mittewald ein zweites Auto abgestellt (oberhalb des Thaler Stadels auf 830 Meter). Somit spart man sich den mühsamen Gegenanstieg durch das Flaggertal zurück auf die Schneelahnspitze. Durch den relativ tiefen Endpunkt der Tour braucht es dafür eine gute Schneelage bis in tiefe Lagen, ansonsten droht eine längere Tragepassage. Die Tour wird aber trotzdem wesentlich kürzer und mit halb so vielen Höhenmetern im Aufstieg.



Die dritte Variante startet beim Thaler Stadel in Mittewald (830 Meter) und führt entlang des Flaggertales über den Forstweg und weiter wie der Gegenanstieg bei der ersten Variante beschrieben von Nordwesten auf die Schneelahnspitze. Diese Variante bietet den Vorteil, die Tour auch noch sehr spät im Frühjahr und mithilfe eines E-Bikes zu machen.


GPX Daten:

Schneelahnspitze
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Tags: Skitour, Südtirol, Sarntaler Alpen, Schalders, Schneelahnspitze, Schneelahngraben

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